Archiv der Kategorie: aktuelle Weiterbildung

Vollversammlung 2026

2026 – 35 Jahre IG Feministische Theologinnen

IG Vollversammlung 2026, Montag,09.03.2026, Hirschengraben 50, Zürich

Die diesjährige VV der IG wird wieder spannend. Ein bisschen Geburtstag, ein bisschen „neu“ und wie immer: horizonterweiternd. Für die Weiterbildung konnte die Referentin Natalie Eleyth gewonnen werden. Dr. Nathalie Eleyth wurde mit einer Untersuchung zu Sexarbeit aus theologisch-ethischer Perspektive an der Ruhr-Universität Bochum promoviert und ist gegenwärtig Oberassistentin am Institut für Sozialethik der Universität Zürich.  Der Titel ihres öffentlichen Vortrages: Unlearning Whiteness. Zur theologischen Relevanz Kritischer Weissseinsforschung im Horizont feministischer Ethik. Was bedeutet es, Weisssein theologisch zu verlernen? Der Vortrag verbindet Kritische Weissseinsforschung mit feministischer Ethik und konfrontiert weiss-dominante Theologie und Kirche mit ihren Machtverstrickungen und Privilegien.

Programmgestaltung:
16.00 Uhr öffentlicher Vortrag von Dr. Nathalie Eleyth inkl. Austausch
17.30 Uhr Apéro
18.15 – ca. 20.00 Uhr Vollversammlung inkl. „An Frauen denken“

IG VV 2026 Einladung_neu

IG Flyer VV 2026

Jahresbericht 2025

IG Jahresrechnung 2025

20250317_Protokoll_VV

«Frieden entsteht nicht durch die Kriminalisierung von Frauen»

Papst Leo XIV. hat Abtreibung als «grössten Zerstörer des Friedens» bezeichnet. Bei einer Audienz am Samstag, 31. Januar 2026 im Vatikan zitierte Leo XIV. diese Worte der heiliggesprochenen Ordensfrau Mutter Teresa. Die IG Feministische Theologinnen erachtet wie der Frauenbund Schweiz die Art und Weise, wie Schwangerschaftsabbrüche in einen direkten Zusammenhang mit Krieg, Frieden und politischer Verantwortung gestellt werden als besonders problematisch.

Zur Stellungnahme des Frauenbund Schweiz vom 2.2.2026

Bereits 2018 hat die IG Feministische Theologinnen gegen den Vergleich von Abtreibungen mit Auftragsmord durch Papst Franziskus protestiert.

Zur damaligen Stellungnahme von 2018: Empört euch!

Konferenz zu Machtmissbrauch – Ergebnisse online

Zur Frage „Wie kann die Intervention und Aufarbeitung von sexualisiertem und spirituellem Machtmissbrauch in den Evangelisch-reformierten Kirchen gelingen?“ öffneten die femmes protestantes in ihrer Konferenz vom 16. Mai 2025 einen Dialograum mit Expert:innen des Opferschutzes, Betroffenen und kirchlichen Entscheidungsträger:innen.
Die Konferenz hatte zum Ziel, die kircheninternen Prozesse zum Thema Machtmissbrauch unabhängig zu unterstützen.

Zu den Ergebnissen

Politisch, spirituell und alltagstauglich

Neue Folgen des Akademie-Podcasts Feministische Bibelgespräche 

Der Podcast Feministische Bibelgespräche der Evangelischen Akademie zu Berlin geht in die zweite Runde. Mit feministisch und sozialgeschichtlich geschultem Blick durchleuchten die Theologinnen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich bis Juli 2025 in zehn neuen Folgen weitere Bibeltexte. Sie sprechen über starke Frauen in der Bibel, hinterfragen tradierte Lesarten und bieten überraschend neue Räume des Verstehens an – politisch, spirituell und alltagstauglich.

Die erste Folge ist am 15. Oktober erschienen und hinterfragt, ob die Bibel mit «Nächstenliebe» überhaupt das meint, was spätere Auslegungen daraus gemacht und vor allem Frauen an selbstloser Aufopferung abverlangt haben. Im November folgt eine Folge zum Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen, die alle gewohnten Lesarten auf den Kopf stellt. Im Dezember fragen die Theologinnen nach der Bedeutung der Jungfrauenschaft von Maria, der Mutter Jesu – feministisch, sozialgeschichtlich und lebensnah. Die neuen Folgen werden jeweils zur Monatsmitte veröffentlicht.

Der Podcast lässt sich auf allen wichtigen Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts, YouTube und Deezer abonnieren. Außerdem ist er auf der Akademie-Website unter www.eaberlin.de/fembg zu hören. Dort finden sich auch weiterführende Informationen zu den Themen der Podcast-Folgen.

Ulrike Metternich und Luzia Sutter Rehmann engagieren sich als Bibelwissenschaftlerinnen seit rund 30 Jahren für eine feministische Theologie. Ulrike Metternich ist Projektstudienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin und leitete dort 16 Jahre lang die Feministische befreiungstheologische Sommerakademie. Luzia Sutter Rehmann ist Professorin für Neues Testament an der Universität Basel, hat mehrere Bücher veröffentlicht und für die Bibel in gerechter Sprache das Lukas-Evangelium neu übersetzt.

„Sie laufen und werden nicht müde – oder doch?

Erschöpfungssymptome benennen und strukturell verstehen.
Frauen- und Genderkonferenz vom 1. Juni 2023.

Von Laura Klingenberg

Ein Tag mit spannenden Beiträgen und angeregten Diskussionen bleibt mir in Erinnerung. Als Grundlage diente ein Referat von der Genderforscherin und Autorin Franziska Schutzbach zu ihrem Buch «Die Erschöpfung der Frauen. Wider die weibliche Verfügbarkeit.». Auf Basis des aktuellen Forschungsstands zeigte sie auf, dass Care-Arbeit nach wie vor weiblich konnotiert ist und von vielen Frauen unentgeltlich übernommen wird. Nach Schutzbach fungieren Frauen nebst ihrer Berufstätigkeit oft als «Sozialpuffer» und springen dort ein, wo Care-Arbeit gefragt und ermangelt ist. Diese Beziehungsarbeit koste neben zeitlichen Ressourcen auch viel mentale Kraft. Erschöpfung stellt sich ein. Durch eine Podiumsdiskussion zwischen Nadja Boeck, Marie-Claude Ischer, Franziska Schutzbach und Gabriela Allemann wurden die Gründe für die Erschöpfung von Frauen auf Basis der persönlichen Erfahrungen der Diskussionsteilnehmerinnen vertieft analysiert. Dabei wurden unter anderem über Themen diskutiert, wie die zunehmend beobachtbare Erschöpfung von weiblichen Jugendlichen aufgrund von Perfektionsdruck sowie die Herausforderungen und Gefahren hinsichtlich Erschöpfung, die sich in kirchlichen Strukturen wiederfinden. Boeck erzählte in diesem Zusammenhang vom «Pfarrerinnen-Stammtisch», der sie gemeinsam mit einer Pfarrkollegin gründete, mit dem Anliegen, sich unter Pfarrerinnen im beruflichen Alltag gegenseitig «empowern» zu können. Unterteilt in verschiedene Gruppen wurde am Nachmittag weiter über die persönlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen dieses Themenfelds in den verschiedenen kirchlichen Berufs- und Engagementfelder diskutiert.

Ausführlicher Bericht zur Tagung:
> https://www.evref.ch/bericht-zur-frauen-und-genderkonferenz/

Artikel zum Buch „Die Erschöpfung der Frauen.
Wider die weibliche Verfügbarkeit“ von Franziska Schutzbach
> https://www.woz.ch

Bisherige Tagungen

2018: «Seelsorge reloaded.»
Flyer

2017: «Religiöse Vielfalt & Patchwork-Religiositäten.»
Flyer

2016: «Ethik am Anfang des Lebens.»
Flyer

2015: «Macht Glück Sinn? Heutige Sinnsuche und der Glaube an Gott», mit Dr. Martina Bär
Flyer

2014: «Quo vadis?» Wohin geht die IG Feministische Theologinnen?
Flyer

2013: «Namhaftes Leben. Begründete Hoffnung für die Verstorbenen»
Ausschreibung

2011: 5. Schweizerische Frauensynode zum Thema «Wertschöpfung».
Frauensynode intensiv! Ausschreibung Vertiefungskurs

2009: Verwandlung essen. Feministisches zum Abendmahl.
Ausschreibung als PDF, Referat, Tagungsbericht

2007: 4. Schweizerische Frauensynode: Arbeitstitel: Heimat. Eine Reise
Ausbrechen und aufbrechen

2006: Feministisch Predigen
Ausschreibung
, Tagungsbericht

2005: Frieden – Du leiseste aller Geburten. Interreligiöser Theologiekurs für Jüdinnen, Christinnen und Musliminnen.
Ausschreibung

2004: 3. Schweizerische Frauensynode: Anders – wie denn sonst?
Frauensynode

2003: Ausbrechen und aufbrechen. Feministische Blicke auf Theologie und Gewalt. Eine kritische Re-Vision von biblischen Texten und theologischen Lehren.
Prospekt

2002: Feministische Blicke auf Theologie und Gewalt. Eine kritische Re-Vision von biblischen Texten und theologischen Lehren.
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