«Unser Ungehorsam ist Licht für unseren Geist» (Hildegard von Bingen)
Die IG Feministische Theologinnen solidarisiert sich mit den von Rom gemassregelten «ungehorsamen» Ordensfrauen der LCWR.
Seit 2012 stehen US-amerikanische Ordensfrauen im Fokus der römischen Glaubenskongregation. Der „Leadership Conference of Women Religious“, die 80 Prozent der Nonnen in den USA vertritt, wurde in einem Untersuchungsbericht vorgeworfen, sich zu intensiv mit sozialer und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit zu befassen und in ihren Positionen bezüglich Abtreibung, Priesterweihe für Frauen, Feminismus und Homosexualität von der katholischen Lehre abzuweichen. Ausserdem wurden Weiterlesen
Archiv des Monats: Mai 2014
Bericht zum Begegnungstag
«Ein ermutigender Anfang ist gemacht»: Bericht über den ersten Schweizerischen Begegnungstag von und für Frauen verschiedener religiöser Traditionen: www.aufbruch.ch
Dachverband der US-Nonnen unter Häresieverdacht!
Vielleicht habt ihr es gehört: Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation hat den Dachverband der US-Nonnen LCWR Ende April erneut gemassregelt und unter Häresieverdacht gestellt. In der Zeitschrift «Aufbruch» hat Dr. theol. Doris Strahm einen online-Kommentar dazu verfasst: www.aufbruch.ch
«Unser Ungehorsam ist Licht für unseren Geist» (Hildegard von Bingen)
Die IG Feministische Theologinnen solidarisiert sich mit den von Rom gemassregelten «ungehorsamen» Ordensfrauen der LCWR.
Seit 2012 stehen US-amerikanische Ordensfrauen im Fokus der römischen Glaubenskongregation. Weiterlesen
Offener Brief an die Uni Basel
Gibt es keine Neutestamentlerinnen mehr?
Natürlich gibt es die! In einem offenen Brief kritisieren Clara Moser und Helen Schüngel-Straumann darum die Besetzung des neutestamentlichen Lehrstuhls der Theologischen Fakultät Basel. Zu Recht, wie wir finden!
Frau des Monats Mai 2014
In diesem Monat stellen wir euch die neue Leiterin der Stabsstelle Frauen und Gender von mission 21 – evangelisches missionswerk basel vor: Am 1. Juli 2013 hat die 1957 geborene Chilenin Josefina Hurtado Neira die Nachfolge von Meehyun Chung angetreten, welche der Berufung zur Theologieprofessorin in Südkorea gefolgt ist.
Die studierte Sozialanthropologin engagiert sich seit Jahren im Bereich der Gender-Arbeit – auf nationaler und internationaler Ebene; in der angewandten Theologie sowie in der Bildungsarbeit und Forschung. So wirkte sie zum Beispiel in ökumenischen Frauennetzwerken mit und hat die theologisch-feministische Zeitschrift «Con-spirando» mitbegründet. Weiter hat sie soziale und religiöse Organisationen in Lateinamerika, Asien und Afrika bei der Einführung des Gendermainstreaming (durchgehende Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen) beraten. Zudem hat sie sich in Gruppen- und Sozialpsychologie weitergebildet.
Zeitgleich war sie Teil der Frauenbewegung Lateinamerikas, die sich im Kontext der UNO-Konferenzen in Chile für Menschenrechte einsetzte; für die Änderung von frauendiskriminierenden Gesetzen. Ihre Beziehung zum akademischen Leben war verbunden mit der Stärkung und Unterstützung von Frauen, mit Schwerpunkten in den Bereichen Menschenrechte, Gender, Multikulturalität und Religion.
Als Leiterin der Stabstelle setzt sie sich in Wort und Tat in den folgenden Bereichen ein: Weiterentwicklung und Kooperationen zu geschlechtergerechter Theologie aus einer südlichen Perspektive; Vernetzung von Frauen in Gesellschaft und Kirche; Begleitung und Beratung von Projekten zur Frauenförderung in den Partnerländern von mission 21 in Afrika, Asien und Lateinamerika; die Koordinierung des «Frauenförderungsfonds» und die Umsetzung der Gender Policy von mission 21. Unterstützt wird sie dabei von einer Fachkommission bestehend aus momentan acht Frauen.
Ihr Ziel ist die Zusammenarbeit mit Frauen weltweit für eine bessere Welt. Deshalb ist für sie die Jahreslosung 2014 wichtig für das Verständnis ihrer Arbeit: «Unterdrückt nicht die Witwen und Waisen, die Fremden und Armen und plant in eurem Herzen nichts Böses gegeneinander.»
Weitere Informationen über ihre Arbeit finden sich unter:
http://www.mission-21.org/ueber-uns/portraet-der-organisation/frauen-und-gender/
verfasst von Esther Gisler Fischer