er Engel der Ewigen lagert sich schützend um die, die sie fürchten, und rettet sie.
Ps 34,8
Sieh her! Gott! Du hilfst mir.
Ps 54,6
Werft alle Sorgen auf Gott, denn Gott kümmert sich um euch.
1. Petr 5,7
Passt auf, liebe Geschwister: Ist es nicht so, dass Gott aus allen Menschen der Welt die Armen auserwählt hat? Sie sind reich im Glauben, und für sie ist Gottes *zukünftiges Königreich bestimmt, das Gott denen versprochen hat, die Gott lieben.
Jak 2,5
Und die königliche Person wird ihnen antworten: «Wahrhaftig, ich sage euch, alles, was ihr für eines dieser meiner geringsten Geschwister getan habt, habt ihr für mich getan.»
Mt 25,40
In diesem Monat erinnern wir an Dr. Else Kähler, Pionierin der Bibelforschung, frauenbewegte Frau der ersten Generation. Sie hat am 16. September Geburtstag. Geboren wurde sie 1917 in Kiel. Als Stipendiatin der Universität Zürich kam sie nach dem Krieg 1947 in die Schweiz. Mit Marga Bührig zusammen leitete sie und prägte sie ab 1949 das reformierte Studentinnenhaus in Zürich. Als erste Frau promovierte sie 1957 im Neuen Testament und zwar über die Rolle der Frauen in den paulinischen Briefen. Ihre Einsicht, dass Paulus die Frauen nicht den Männern untergeordnet, sondern als gleichwertig aber mit verschiedenen Aufgaben verstanden hat, hat sie nicht nur wissenschaftlich begründet, sondern genauso gelebt und in ihrer Arbeit umgesetzt. 1959 wurde sie zusammen mit Marga Bührig als Studienleiterin an das Evangelische Tagungs- und Studienzentrum Boldern nach Männedorf berufen. Else Kähler starb am 10. Mai 2011.
Viele gesellschaftspolitisch heikle Themen wurden von ihr aufgegriffen, sie engagierte sich für Frauenrechte, für Lesben und Schwule und für den Frieden. Sie war vom Leben und seinen Möglichkeiten begeistert, liebte ein Glas Wein und die Blumen, Briefe und Gespräche. «Das Faszinierende an Else Kähler war ihre Aufgeschlossenheit, gesellschaftlich tabuisierte und vernachlässigte Themen aufzugreifen, benachteiligende Ungleichheiten öffentlich zu machen und zugleich im christlichen Glauben tief verwurzelt zu sein» (Marianne de Mestral).